Rahmenbedingungen für den neuen Astra
Rahmenvetrag für den neuen Astra 2. Seite
Rahmenvertrag für den neuen Astra 3. Seite
An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Interne Kommunikation/DE/OPEL/GMC
27.11.2008 08:24
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Thema
Botschaft von Carl-Peter Forster
An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Botschaft von Carl-Peter Forster
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
es ist offensichtlich, dass die Finanzkrise sich stark auf die Industrie auswirkt. Dies spiegelt sich in dem sich beschleunigenden Verkaufsrückgang in ganz Europa über die letzten Monate wider. Die Schlagzeilen sind ernüchternd:
* Renault plant, 4.000 Arbeitsplätze in Frankreich zu streichen
* VW hat angekündigt, 5.000 Jobs im Automobilgeschäft abzubauen
* BMW streicht 8.600 Jobs
* PSA hat angekündigt, 2.700 Jobs in Frankreich abzubauen
* Nissan streicht Arbeitsplätze in Spanien
* Toyota baut 3.000 Arbeitsplätze in Japan ab
* Daimler streicht 3.500 Jobs in den USA
Und natürlich stellt GM Europe keine Ausnahme dar. Wir haben sehr hart daran gearbeitet, innerhalb unserer gegenwärtigen Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern die Strukturkosten als Prozentsatz zu den Umsatzerlösen zu reduzieren. Viele gute und konstruktive Ideen entstanden in den letzten Monaten. Aber die Realität ist: Diese Anstrengungen gehen unter Berücksichtigung der Marktbedingungen substanziell nicht weit genug. Wir sehen nicht, dass sich der Verkaufsrückgang abschwächt und wir befürchten sogar, dass es noch schlimmer werden könnte. Die Situation ist vollkommen klar: Mit dem Verkaufsrückgang verringern sich unsere Umsatzerlöse und die Strukturkosten als Prozentsatz dieser Umsatzerlöse gehen hoch. Mit anderen Worten: Trotz unserer Anstrengungen, Kosten zu reduzieren, verlieren wir derzeit weiter an Boden statt zu gewinnen. Und das, während die Deckungsbeiträge - der Gewinn, den wir mit Fahrzeugverkäufen erzielen - unter massivem Druck stehen wegen der schrumpfenden Märkte und der zusätzlichen Verschiebung der Nachfrage zu kleineren Fahrzeugen. Um überlebensfähig zu bleiben, gibt es keine Alternative, als unsere Strukturkosten aggressiv zu verringern - das gilt auch für alle anderen Automobilhersteller -, um so unsere Kosten der niedrigeren Nachfrage anzupassen.
Bis jetzt haben wir keinen weiteren Personalabbau in Erwägung gezogen, sondern wir werden versuchen, unsere Strukturkostenziele über andere Maßnahmen zu erreichen. In den letzten Monaten haben sich das Management und die Arbeitnehmervertreter mehrfach getroffen, um diese Situation gemeinsam zu erörtern. Letzten Montag, am 24. November, haben sich in jedem Land und in jeder Funktion Arbeitsgruppen gebildet, mit dem Ziel, zehn Prozent Arbeitskosten-Reduzierung in allen Geschäftsbereichen als Minimum zu erzielen. Wir werden uns auf drei Säulen fokussieren, um die notwendigen Einsparungen zu realisieren:
* Gehaltskosten
* Arbeitszeitreduzierungen
* und andere Initiativen, die mit den Arbeitskosten verbunden sind.
Selbstverständlich werden wir Sie über den Fortgang dieser Diskussionen informieren.
Und ich möchte hier ganz deutlich sagen: Dieser Ansatz wird unausweichlich einige Einschränkungen von uns allen verlangen. Das ist notwendig. Und ich muss außerdem warnen: Wenn sich die Marktverhältnisse in Europa weiter verschlechtern sollten, ist es sehr wahrscheinlich, dass weitere Schritte notwendig werden, um weiterhin überlebensfähig zu bleiben. Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Dies hat nichts zu tun mit dem Streben, Liquidität sicherzustellen oder mit der Situation in den USA. GM hat in Nordamerika das Geschäft um über 30 Prozent konsolidiert, inklusive der Reduzierung von mehreren 10.000 Arbeitsplätzen. Dies sollten wir wissen, wenn wir unser Geschäftsmodell in Europa der Situation anpassen, die wir auf dem europäischen Markt und durch die drastisch reduzierten Nachfrage nach Neufahrzeugen haben. Um es ganz klar zu machen, wenn wir eine Zukunft haben wollen, wie wir uns sie wünschen, müssen wir diese harten Maßnahmen ergreifen, um durch diese schwierige Zeit zu kommen.
Schließlich sind wir es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das größte Interesse daran haben, dass unser Unternehmen auch in Zukunft besteht und längerfristig profitabel sein wird. Mut und Durchhaltevermögen werden uns dort hin bringen.
Ihr
Carl-Peter Forster
Bild Zeitung berichtet am 15.11.2008 über Opel
Die Katastrophenklausel




